Lebensverlängernde Maßnahmen

OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.08.2019 – 7 U 121/18 253 BGB Führt ein Befunderhebungsfehler dazu, dass ein Knochentumor in der Beckenschaufel nicht rechtzeitig erkannt wird und dem Patienten später wegen der Ausdehnung des Knochentumors das gesamte rechte Bein und die rechte Hüfte entfernt werden und der Patient dabei einen hämorrhagischen Schock erleidet, der zu einer…

OLG Karlsruhe, Urteil vom 18.04.2018 – 7 U 196/16 253 BGB Einem Asthmapatienten, dem ohne hinreichende Notfallvorkehrungen das Medikament Novalgin (Wirkstoff Metamizol) intravenös injiziert wird und der daraufhin einen Herzstillstand mit hypoxischem Hirnschaden erleidet und dauerhaft weitgehend gelähmt bleibt, kann Anspruch auf Schmerzensgeld in Höhe von 250.000 € zustehen. Fall: Der Kläger nahm die Beklagten…

Zerstörung der Persönlichkeit

OLG Frankfurt a. M. vom 05.04.2018 – 2 U 65/17 253 BGB Für eine weitestgehende Zerstörung der Persönlichkeit eines knapp zwei Jahre alten Kindes kann ein Schmerzensgeld von 500.000 € angemessen sein.

LG Gießen, Urteil vom 6.11.2019 – 5 O 376/18 – Pressemitteilung des LG Gießen Nr. 16/2019 vom 07.11.2019, juris BGB § 253 Orientierungssatz: Ein schwerer hypoxischer Hirnschaden eines 17-jährigen Jugendlichen mit apallischem Syndrom und spastischer Tetraparese durch einen Narkosefehler kann ein Schmerzensgeld von 800.000 € rechtfertigen.

OLG Celle, Beschlüsse vom 5. Juni 2018 und 10. August 2018 – 1 U 71/17 – juris § 253 BGB 500.000 € Schmerzensgeld Ein Patient, dem in einer Woche viermal die Präparate Solu-Decortin und Diclofenac zur Behandlung von Rückenschmerzen in die Gesäßmuskulatur gespritzt wurden und der daraufhin kollabierte und dauerhaft weitgehend gelähmt blieb, kann Anspruch…

LG Aurich, Urteil vom 23.11.2018 – 2 O 165/12, VERSR 2019, 887 BGB § 249, § 253 800.000 € Schmerzensgeld Orientierungssatz juris: Hat ein Geschädigter aufgrund einer bakteriellen Meningitis schwerste körperliche Beeinträchtigungen erlitten, wird er sein gesamtes Leben lang körperlich schwerstbehindert bleiben und bestehen auch psychische Auffälligkeiten als Teil einer Traumafolgenstörung, die den körperlichen Schädigungen…

OLG Hamm, Urteil vom 13. Oktober 2017 – 26 U 46/12 – juris  § 253 BGB 200.000  € Schmerzensgeld Ein Geburtsschaden durch eine Hirnblutung und einer dadurch verursachten rechts betonten spastischen Tetraparese kann ein Schmerzensgeld von 200.000 € rechtfertigen.

OLG Köln, Urteil vom 05. Dezember 2018 – 5 U 24/18, juris § 249 BGB, § 253 Abs. 2 BGB, § 280 BGB, § 630a BGB, § 823 BGB 500.000 Euro Schmerzensgeld Ist einem Kind infolge eines geburtsbedingten und den Behandlern anzulastenden hypoxischen Hirnschadens (der dazu führt, dass das Kind weder jemals selbständig essen und…

OLG Hamm, Urteil vom 04. Dezember 2018 – 26 U 9/16, juris § 253 BGB, § 280 BGB, § 823 BGB 500.000 Euro Schmerzensgeld Die unterlassene Blutzuckerbestimmung in einer lebensbedrohlichen Situation am ersten Lebenstag eines Kindes kann als grober Behandlungsfehler zu werten sein. Die Verantwortung für solch einen groben Behandlungsfehler am ersten Tag nach der…

OLG Karlsruhe, Urteil vom 17. Mai 2018 – 7 U 32/17, juris § 253 Abs. 2 BGB, § 280 Abs. 1 BGB, § 630a BGB, § 630h Abs. 5 S. 2 BGB, § 823 Abs. 1 BGB 70.000 Euro Schmerzensgeld Das Unterlassen der Wiedereinbestellung eines Patienten zu einer medizinisch gebotenen weiteren Diagnostik kann nicht nur…

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