OLG Celle, Beschlüsse vom 5. Juni 2018 und 10. August 2018 – 1 U 71/17 – juris § 253 BGB 500.000 € Schmerzensgeld Ein Patient, dem in einer Woche viermal die Präparate Solu-Decortin und Diclofenac zur Behandlung von Rückenschmerzen in die Gesäßmuskulatur gespritzt wurden und der daraufhin kollabierte und dauerhaft weitgehend gelähmt blieb, kann Anspruch…

LG Aurich, Urteil vom 23.11.2018 – 2 O 165/12, VERSR 2019, 887 BGB § 249, § 253 800.000 € Schmerzensgeld Orientierungssatz juris: Hat ein Geschädigter aufgrund einer bakteriellen Meningitis schwerste körperliche Beeinträchtigungen erlitten, wird er sein gesamtes Leben lang körperlich schwerstbehindert bleiben und bestehen auch psychische Auffälligkeiten als Teil einer Traumafolgenstörung, die den körperlichen Schädigungen…

OLG Hamm, Urteil vom 13. Oktober 2017 – 26 U 46/12 – juris  § 253 BGB 200.000  € Schmerzensgeld Ein Geburtsschaden durch eine Hirnblutung und einer dadurch verursachten rechts betonten spastischen Tetraparese kann ein Schmerzensgeld von 200.000 € rechtfertigen.

OLG Köln, Urteil vom 05. Dezember 2018 – 5 U 24/18, juris § 249 BGB, § 253 Abs. 2 BGB, § 280 BGB, § 630a BGB, § 823 BGB 500.000 Euro Schmerzensgeld Ist einem Kind infolge eines geburtsbedingten und den Behandlern anzulastenden hypoxischen Hirnschadens (der dazu führt, dass das Kind weder jemals selbständig essen und…

OLG Hamm, Urteil vom 04. Dezember 2018 – 26 U 9/16, juris § 253 BGB, § 280 BGB, § 823 BGB 500.000 Euro Schmerzensgeld Die unterlassene Blutzuckerbestimmung in einer lebensbedrohlichen Situation am ersten Lebenstag eines Kindes kann als grober Behandlungsfehler zu werten sein. Die Verantwortung für solch einen groben Behandlungsfehler am ersten Tag nach der…

OLG Karlsruhe, Urteil vom 17. Mai 2018 – 7 U 32/17, juris § 253 Abs. 2 BGB, § 280 Abs. 1 BGB, § 630a BGB, § 630h Abs. 5 S. 2 BGB, § 823 Abs. 1 BGB 70.000 Euro Schmerzensgeld Das Unterlassen der Wiedereinbestellung eines Patienten zu einer medizinisch gebotenen weiteren Diagnostik kann nicht nur…

LG Münster, Urteil vom 01. März 2018 – 111 O 25/14, juris 250.000 Euro Schmerzensgeld Orientierungssatz juris: 1. Erleidet ein (55 Jahre alter) Patient durch eine nicht indizierte Bandscheibenoperation eine einseitige betonte Teilschädigung des Rückenmarks, mit der Folge, dass er auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen ist, eine Blasen- und Mastdarminkontinenz besteht, der Rumpf und…

OLG Hamm, Urteil vom 21. März 2017 – 26 U 122/09, juris (=VersR 2017, 1017) 500.000 € Schmerzensgeld 1. Erreicht der HB-Wert bei einer reanimierten Patientin den Bereich von 6 g/dl oder wird dieser Wert unterschritten, entspricht es dem medizinischen Standard, unverzüglich eine Bluttransfusion durchzuführen. 2. Das Unterlassen einer Bluttransfusion kann als grober Behandlungsfehler zu…

Lebensverlängernde Maßnahmen

BGH, Urteil vom 23. November 2017 – III ZR 60/16, NJW 2018, 301 §§ 823 Abs. 1, 839 Abs. 1 S. 1 BGB, Art. 34 S. 1 GG 500.000 Euro Schmerzensgeld Orientierungssatz juris: 1. Der behandelnde Arzt eines nicht mehr einwilligungsfähigen Patienten ist im Rahmen seiner Aufklärungspflicht verpflichtet, die Fortsetzung der künstlichen Ernährung im Stadium…

KG Berlin, Urteil vom 11. Dezember 2017 – 20 U 19/14, juris 500.000 EUR Schmerzensgeld Wird durch eine nachgeburtliche grob fehlerhafte Behandlung eine Schwerstschädigung eines Säuglings verursacht, kann ein Schmerzensgeld von 500.000 € gerechtfertigt sein, wobei auch berücksichtigt werden kann, dass der Geschädigten durch die mit ihr lebende (gesunde) Zwillingsschwester tagtäglich ihre Einschränkungen im Vergleich…

Page 0 of 41 4