OLG Düsseldorf, Urteil vom 4. Dezember 2014 – 8 U 50/14 50.000 € Schmerzensgeld Eigener Leitsatz: 1. Der gänzliche Verlust der Kohabitationsfähigkeit eines Mannes kann einen (eigenen) Anspruch auf Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 € rechtfertigen. 2. Die von einem Dritten zu verantwortende Unmöglichkeit, aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen des Ehepartners mit diesem Geschlechtsverkehr auszuüben,stellt keine Einschränkung…

OLG Köln, Urt. v. 13.4.2016 – 5 U 107/15, VersR 2016, 1123 200.000 € Schmerzensgeld. Eine im Rahmen einer Nasenoperation grob fehlerhaft herbeigeführte Verletzung der Schädelbasis, die zu einer massiven Einblutung im Gehirn, zu einem Frontalhirnsyndrom und dadurch zum vollständigen Verlust des Orientierungsvermögens, der Konzentrationsfähigkeit, des Antriebs, der Entschlussfähigkeit, der Libido, des Geschmackssinns und der Fähigkeit, Freude zu empfinden, insgesamt…

OLG Hamm, Urt. v. 4.12.2015 – 26 U 33/14, VersR 2016, 601 100.000 € Schmerzensgeld. Für einen acht Monate erforderlichen Krankenhausaufenthalt mit eingetretener Sepsis, Multiorganversagen, multiplen Abszessen und einer Langzeitbeatmung kann ein Schmerzensgeld von 100.000 € angemessen sein.

OLG des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 23. Oktober 2014 – 1 U 136/12, juris  200.000 € Schmerzensgeld und 140 € monatliche Schmerzensgeldrente Wenn ein achtjähriges Mädchen aufgrund einer unvollständigen Tumorentfernung schwerstgeschädigt wird, können ein Schmerzensgeld von 200.000 € und eine monatliche Schmerzensgeldrente von 200 € gerechtfertigt sein.

OLG Frankfurt, Urteil vom 11. Februar 2014 – 8 U 201/11 – juris 300.000 € Schmerzensgeld Ein grober Befunderhebungsfehler eines Internisten im Notdienst bei einer verspätet erkannten Gehirnblutung, die zu einem Schwerstpflegefall führt, kann ein Schmerzensgeld von 300.000 € rechtfertigen.

Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss 4. November 2013 – 12 U 103/13 400.000 € Schmerzensgeld Eine hohe Querschnittslähmung infolge eines (groben) Behandlungsfehlers kann ein Schmerzensgeld von 400.000 € rechtfertigen.

OLG Köln v. 10.12.2014 u. 2.2.2015 – 5 U 75/14, juris 600.000 € Schmerzensgeld Bei einem erstinstanzlich zuerkannten Schmerzensgeld in einer Größenordnung von insgesamt 600.000 € handelt es sich um einen der höchsten Schmerzensgeldbeträge im Bereich der Schwerstschadensfälle, die in Deutschland rechtskräftig ausgeurteilt worden sind.

OLG Hamm, Urteil vom 3. September 2013 – 26 U 85/12 – MedR 2014, 309 220.000 € Schmerzensgeld Vor der Durchführung einer Koloskopie ist der Patient auch über die selten auftretende Darmperforation konkret aufzuklären. Der Hinweis auf „unvermeidbare nachteilige Folgen“ wirkt demgegenüber in höchstem Maße verharmlosend. Bei einem komplikationsträchtigen Krankheitsverlauf mit intensivmedizinischer Langzeitbeatmung, mehreren erlittenen…

OLG Düsseldorf, Urteil vom 18. April 2013 – 8 U 24/12 – juris 350.000 € Schmerzensgeld Bei schwersten Hirnschäden ist mit dem Schmerzensgeld der in der mehr oder weniger weitgehenden Zerstörung der Persönlichkeit bestehende Verlust, der für sich einen immateriellen Schaden darstellt, auszugleichen.

KG Berlin, Urteil vom 16. Februar 2012 – 20 U 157/10 – VersR 2012, 766 650.000 € Schmerzensgeld Bei der Schmerzensgeldbemessung sind – noch – vorhandene emotionale Fähigkeiten zu berücksichtigen, auch eine etwaige Erinnerung an den früheren Zustand einer Geschädigten. Das Alter der Geschädigten im Zeitpunkt des Schadensereignisses und die Möglichkeit, dass eine – wenn…

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